Ziel war es, 16 Führungskräften eines Verbandes eine konkrete Rückmeldung über Ihr Führungsverhalten aus verschiedenen Perspektiven zu geben, da Führungskräfte der obersten Ebenen nur noch in den seltensten Fällen offenes Feedback erhalten.
Durch den Vergleich zwischen dem Eigen- und dem Fremdbild war eine fundierte Auseinandersetzung mit den eigenen Entwicklungsfeldern und individuellen Themen möglich und Veränderungen konnten somit angeregt werden.
Die Führungskräfte erhielten Feedback aus verschiedenen Perspektiven, von ihren Mitarbeitern, ihren Kollegen auf derselben Ebene und vom eigenen Vorgesetzten. Auf die Einholung von Feedback bei internen oder externen Kunden, wie es beim klassischen 360-Feedback üblich ist, wurde verzichtet, da es der erste 360-Grad-Feedbackprozess war und die Organisation nicht überfordert werden sollte.
Das Auswertungsgespräch auf der Basis eines standardisierten Fragebogens bildete das Kernstück des 360-Grad-Feedback-Prozesses, da es der Führungskraft ermöglicht, sich intensiv mit eigenen Themen und mit der Stimmung innerhalb der Abteilung auseinanderzusetzen. Und dies mit Unterstützung eines professionellen Management Coaches.
Die Qualität des Auswertungsgesprächs entschied darüber, ob das Feedback als hilfreich oder verunsichernd erlebt wurde. Damit ersteres der Fall war, war eine wertschätzende Gesprächskultur unverzichtbar. Sie bereitete den Boden dafür, dass die Wertschöpfung in der Institution verbessert werden konnte.