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"Den Diskurs entwaffnen!" Interview mit Mike Kauschke

  • Autorenbild: Barbara von Meibom
    Barbara von Meibom
  • vor 4 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

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Wie gehen wir mit tiefgreifenden Umbrüchen um? Reagieren wir mit Freund-Feind-Bildern, mit Beschuldigungen und Blockbildung? Sind neue Mauern unvermeidlich? Kann vermeintliche Sicherheit nur durch (neue) Freund-Feindbilder und "othering", Schimpfen über die anderen, gewonnen werden?

Mike Kauschke, aufgewachsen im Osten, heute tätig als Leitender Redakteur von Evolve - Magazin für Bewusstsein und Kultur, schöpft auch aus eigenen Erfahrungen. Als 18jähriger hat er den Systembruch der Wende hautnah erlebt und seine Rückwirkungen als Bewusstseinsforscher verfolgt.

Seine Beobachtung: Im Umbruch braucht die Seele Zeit und Raum, sowohl um den Verlust aller Sicherheiten und Zugehörigkeiten zu verkraften, als auch, um selbst das Neue mitzugestalten. An beidem hat es im Verhältnis zwischen Ost und West gefehlt. Gesellschaftlicher Wandel will nicht nur administrativ, sondern auch seelisch gestaltet werden. Fehlt dazu die Bereitschaft, dann entstehen neue Mauern, hinter denen sich Zugehörigkeiten etablieren, die vom jeweiligen Gegenüber verweigert werden. Sein Plädoyer "den Diskurs entwaffnen" ist zugleich ein Plädoyer für die Bereitschaft, sich im Hin-Hören und Verstehen zu üben. Gelingt dies, entsteht ein Raum, in dem ein tiefgreifender Wandel als Chance zu neuen Synthesen genutzt werden kann.




 
 
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